Chorleiterfortbildung 2018

17. und 18. Februar 2018

Wilhelm-Kempf-Haus, Wiesbaden-Naurod

mit Unterstützung des Fachverbandes Deutscher Berufschorleiter

 

Samstag, 17. Februar 2018

10:00 Uhr Begrüßung

10:15 – 12:15 Uhr Workshop 1 & Workshop 2 (parallel)

12:30 Uhr Mittagessen

13:45 – 15:45 Uhr Workshop 3 (Plenum)

16:15 – 18:15 Uhr Workshop 1 & Workshop 2 (parallel)

18:30 Uhr Abendessen

19:30 Uhr Unterhaltsame Chorliteratur (Plenum)

 

Sonntag, 18. Februar 2017

9:30 – 12:30 Uhr Workshop 4

 

Teilnahmegebühren

  • Für HSB-Mitglieder: 55,00 €
  • Für Nichtmitglieder: 65,00 €
  • Die Teilnehmergebühr für FDB-Mitglieder übernimmt der FDB.
  • Für die Schüler der Chorleiterschulen Marburg und Frankfurt fallen keine Teilnahmegebühren an.

 

Kosten für Verpflegung und Unterbringung

  • Unterbringung im EZ mit Vollpension: 85,00 €
  • Unterbringung im DZ mit Vollpension: 77,00 €
  • Verpflegung ohne Übernachtung: 26,00 €

In diesen Beiträgen sind neben Unterbringung und Verpflegung auch die anteiligen Kosten für Raumnutzung usw. eingerechnet.

Eine Teilnahme ohne Verpflegung ist aus organistorischen Gründen nicht möglich!

Die Veranstaltung endet am Sonntag vor dem Mittagessen.

Ggfs. entstehen für alle Teilnehmer weitere Kosten für Noten, die am Veranstaltungstag vor Ort zu begleichen sind.

Der Anmeldeschluss für die Chorleiterfortbildung 2018 ist der 28. Januar 2018.

 

Die Online-Anmeldung finden Sie hier!

 

Hier gibt es ein Anmeldeformular zum Download!

 


 

Workshop 1:

Klein aber fein!

Dreistimmige Gemischte Arrangements richten sich an Chöre, die im Aufbau sind (Schulchor/Jugendchor) oder in einer Stimme über nicht ausreichend Sängerinnen bzw. Sänger verfügen, um dauerhaft 4-stimmig zu singen. Mit attraktiven dreistimmigen Original- und Chor-Arrangements - Weltlich, Geistlich, Pop und Traditional – möchten wir trotzdem Sängerinnen und Sänger für den Chorgesang begeistern und zeigen, dass mit der richtigen Literatur Chorsingen auch bei diesen Besetzungen große Freude machen kann!

 

Dozent: Linda Horowitz

Linda HorowitzLinda Horowitz, geboren 1953 in Los Angeles, CA (USA), erhielt zuerst ihre Ausbildung als Dirigentin an den Universitäten Südkaliforniens. Mit einem Konrad-Adenauer-Stipendium kam sie 1980 nach Deutschland. An der Hochschule für Musik in Frankfurt legte sie Konzertreifeprüfungen in den Fächern Chor- (Helmuth Rilling) und Orchesterleitung (Jiri Starek) ab.

Linda Horowitz ist als freischaffende Dirigentin tätig, leitet regelmäßig Sinfonie- und Opernkonzerte in ganz Deutschland, produziert Rundfunk- und CD-Aufnahmen und wirkt als Jurorin bei Orchester- und Chorwettbewerben.

Zwischen 1982 und 1987 war sie als Dozentin an der Berufsfachschule für Musik in Bad Königshofen und von 1987 bis 1992 als Chordirektorin und Dirigentin am Heidelberger Theater tätig. Von 1989 bis 1993 den German-American Community Choir, Frankfurt dirigiert. Zwischen 2000 und 2005 war sie die Leiterin der Frankfurter Singakademie. Einer die Höhepunkte dieser über 50 Konzerte umfassenden Zusammenarbeit war Tournee durch Vietnam im Jahr 2003.

Seit Januar 1993 ist Linda Horowitz Dozentin für Chorleitung und Dirigieren sowie Dirigentin des Orchesters und des Chors der Akademie für Tonkunst Darmstadt.

Als Jury-Mitglied unterstützt sie zahlreiche Orchester- und Chorwettbewerbe. Linda Horowitz dirigiert Operngalas und Sinfoniekonzerte u.a. mit der Philharmonia Hungarica, den Nürnberger Sinfonikern, der Südwestfälischen Philharmonie, dem Philharmonisches Orchester der Landeshauptstadt Kiel, dem Orchester des Staatstheaters Kassel, dem Städtischen Orchester Heidelberg, dem Orchester der Kölner Kammermusiker, dem Kammerorchester Merck und dem Orchester "Instrumentalverein" in Darmstadt.

 

Workshop 2:

Romantik a cappella

Der erste Band des Chorbuchs „Romantik a cappella“ mit weltlichen Gesängen für gemischte Stimmen markiert den Startpunkt eines gemeinsamen Projekts des Helbling-Verlags und der European Choral Association (ECA). Ziel dieses Projektes ist es, einmalige Sammlungen mit Chormusik aus dem sogenannten langen 19. Jahrhundert von 1789 bis 1914 (nach Eric Hobsbawm) aus ganz Europa vorzulegen. Die beiden Herausgeber Dr. Michael Aschauer und Prof. Jan Schumacher haben eine sorgfältige Auswahl getroffen und die Chorstücke aus repräsentativen Quellen für die Praxis hochwertig ediert: Engagierten Amateurchören sowie Kammer- und Konzertchören wird damit ein reichhaltiges Repertoire geboten. Die Mischung aus bekannten „Highlights“ und neu zu entdeckenden Juwelen macht dieses Buch für ChorleiterInnen zu einem unverzichtbaren Begleiter in der Programmauswahl. Größtenteils vierstimmig, bewegen sich die Chorwerke vom technischen Anspruch her meist zwischen leichtem und mittlerem Schwierigkeitsgrad. Auch einige anspruchsvollere Werke sind enthalten und werden ebenso in dieser Reading Session vorgestellt.

 

Dozent: Jan Schumacher

Jan Schumacher c STAN ENGEBRETSONJan Schumacher (*1980) ist Universitätsmusikdirektor der Goethe Universität in Frankfurt/Main und Dirigent der Camerata Musica Limburg sowie des Chores der TU Darmstadt. Zuvor war er Professor für Chorleitung an der Hochschule für Kirchenmusik in Rottenburg.

Nach dem Studium der Schulmusik und der Germanistik in Mainz studierte Jan Dirigieren bei Wolfgang Schäfer in Frankfurt. Schon als Kind und Jugendlicher (Musikalische Ausbildung bei den Limburger Domsingknaben und im Landesjugendchor Rheinland-Pfalz) prägte ihn die Faszination des gemeinsamen Musizierens, die bis heute Movens für seine vielfältigen Tätigkeiten ist. Mit seinen Ensembles erarbeitet er ein breites Repertoire von Gregorianik bis zur Uraufführung und Jazz, von sinfonischem Orchester bis Big Band und vokaler oder elektronischer Improvisation.

Jan leitet Seminare für Chöre, Orchester und Dirigenten in vielen Ländern Europas, Island, der Türkei, dem Iran, in Argentinien, Venezuela und in den USA. Er ist Mitherausgeber verschiedener Chorbücher. Seine Funktion als Vizepräsident und Vorsitzender der Musikkommission der European Choral Association - Europa Cantat versetzt ihn in die glückliche Lage, den internationalen Austausch von Sängern, Dirigenten und Komponisten zum Wohl der Chormusik weiter intensivieren zu können.

(Foto: Stan Engebretson)

 

Workshop 3:

Akustik im Chor - Theorie und Praxis

Der Workshop gibt einen Eindruck, wie akustisches Hintergrundwissen für die Chorarbeit nutzbar gemacht werden kann. Neben dem notwendigen theoretischen Hintergrundwissen werden musikalische Zusammenhänge und Phänomene aufgezeigt, die akustischen Ursprungs sind und woraus sich Konsequenzen für die Probenmethodik sowie Stimmbildung ziehen lassen. Die Workshop-Teilnehmer werden anhand von chorpraktischen Beispielen in den Workshop praxisnah einbezogen und für zahlreiche akustische Aspekte sensibilisiert.

 

Dozent: Harald Jers

Harald JersHarald Jers ist Dirigent und Professor für Chorleitung an der Musikhochschule Mannheim. Weiterhin ist er Gastdozent an mehreren europäischen Musikhochschulen, leitet regelmäßig Dirigierkurse und ist Juror bei internationalen Chor- und Kompositionswettbewerben. Ein besonderes Markenzeichen seiner dirigentischen Arbeit stellt die Kombination von Musik und Wissenschaft dar, welche auf Studienabschlüssen in Dirigieren, Schulmusik/Hauptfach Gesang und Physik beruht. Den Erfolg dieser außergewöhnlichen Kombination zeigt sein Kammerchor CONSONO, der als einer der international erfolgreichsten deutschen Chöre internationale Reputation erreichen konnte. Insbesondere werden immer wieder der homogene Chorklang des Ensembles und die präzise Intonation von Zuhörern besonders hervorgehoben. Harald Jers erhielt für seine wichtigen Forschungsergebnisse einen ersten Preis der "Acoustical Society of America" sowie für seine dirigentische Arbeit den Dirigenten-Grand-Prix beim internationalen Chorwettbewerb in Ungarn.

 

Workshop 4:

Wie mein Dirigat den Chorklang beeinflusst

Singen die Chorsänger nicht auch ohne den Dirigenten?

Vermutlich schon - aber wenn man bewusst dirigiert, können sie durch die Zeichen des Dirigenten viel besser singen!

Eine gute Schlagtechnik ist mehr als nur Takt-Schlagen. Sie ist auch Mittel der musikalischen Gestaltung, sie hilft Proben effektiver zu gestalten und sie kann die Chorsänger musikalisch schulen!

Dieser Workshop soll Hilfestellungen und Anregungen geben die eigene Schlagtechnik genauer zu beleuchten und auf ihre Wirksamkeit zu überprüfen.

 

Dozent: Jan Schumacher