HSB Beim Chorfest Frankfurt

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Der HSB und die Hessische Chorjugend beim Deutschen Chorfest

 

Eine Nachlese mit Bildern und Berichten

 

 

Die Events:

Donnerstag, 7. Juni 2012, 16 Uhr - Römerberg
Eröffnung: Hessische Kinderchöre und die Primacanta-Kinder singen u.a. mit den Wise Guys


Samstag, 9. Juni 2012, 10 Uhr - Römerberg
Kinder-Mitmach-Konzert der Hessischen Chorjugend mit Wolfgang Hering und Band


Samstag, 9. Juni 2012, 10 Uhr - Musterschule
Offener Workshop der Hessischen Chorjugend für Jugendliche mit Maybebop (Hessische Chorjugend)


Samstag, 09. Juni 2012, 12 Uhr - Katharinenkirche an der Hauptwache
Sonderkonzert "Große Männerchöre aus Hessen"


Samstag, 9. Juni 2012, 15 Uhr - Römerberg
"Reine Männersache!" - Offenes Singen für Männerchöre auf dem Römerberg

 

 

Eröffnung: Hessische Kinderchöre und die Primacanta-Kinder singen u.a. mit den Wise Guys

 

Kinder-Mitmach-Konzert der Hessischen Chorjugend mit Wolfgang Hering und Band

 

Auch für die jüngsten Sängerinnen und Sänger gab es ein Angebot auf dem Chorfest. Zusammen mit dem Deutschen Chorverband hatte die Hessische Chorjugend zwei Mitmachkonzerte mit Wolfgang Hering organisiert. Bereits am Freitagmorgen waren die Kinder der Frankfurter Kindergärten und Kindertagesstätten eingeladen, zusammen mit Wolfgang Hering und seiner Band zu musizieren.

 

Der Samstagmorgen stand ganz im Zeichen der Hessischen Chorjugend. Eingeladen waren insbesondere Kinderchorkinder aus den Mitgliedschören mit ihren Eltern und Großeltern. Pünktlich um 10 Uhr begann das Konzert. Hering forderte die Zuhörer sofort zum Mitmachen und Mitsingen auf. Neben seinem Trio Kunterbunt hatte er musikalische Verstärkung mitgebracht. Wolfgang Hering und seine sieben Musiker konnten die Zuhörer sehr schnell zum Mitmachen und Mitsingen bewegen.

 

Die Klassiker von Wolfgang Hering wie "Meine Bieber haben Fieber, Schubiduatanz, 2 lange Schlangen, Der Knochenmann, Drachentanz, Sternenfänger" durften in dem Programm natürlich nicht fehlen. Darüber hinaus wurden zahlreiche weitere Lieder von Wolfgang Hering und seiner Mannschaft präsentiert. Der Kinderchor der Musikschule Christiane Maier aus Ginsheim bereicherte die Bühnenpräsenz in diesem Mitmachkonzert. Die Kinder sangen zu allen Liedern mit und brachten zusätzliche gestalterische Elemente in die Liedbeiträge mit ein.

 

Mit den beschwingten Rhythmen konnte sehr schnell eine Verbindung zu den Zuhörern geschaffen werden, die sich spontan in das Konzert einbrachten. Jung und Alt sangen, klatschten und bewegten sich gemeinsam zu den Klängen des kunterbunten Ensembles. Wolfgang Hering verstand es ausgezeichnet, das Publikum zum Mitmachen zu bewegen. Neben den jüngsten Sängerinnen und Sängern zeigte insbesondere die Gruppe der "Großeltern" ihre Mitmachqualität. Vor großer Römerbergkulisse wurde das Mitmachkonzert nach einer Stunde mit anhaltendem Applaus beendet.

 

Einen besonderen Dank an Wolfgang Hering und seine Truppe für die beiden Mitmachkonzerte für Kinder und Junggebliebene.

 

 

Offener Workshop der Hessischen Chorjugend für Jugendliche mit Maybebop (Hessische Chorjugend)

 

„Ihr müsst mehr Deutsch singen, nicht Uob sondern UAAB“ sagt Oliver Gies. Er steht inmitten von einem Chor aus 200 Sänger/innen. Obwohl es Samstagmorgen ist, machen alle mit Begeisterung eine Auto Hupe nach. Dennoch ist Gies noch nicht überzeugt. Ihm fehlt der verärgerte Autofahrer in den Stimmen.

 

Oliver Gies ist eigentlich kein Chorleiter oder Dirigent. Er ist der Gründer der A-cappella Gruppe Maybebop und arrangierte die Lieder, die während des Workshops der Hessischen Chorjugend mit 200 Sängerinnen und Sängern einstudiert wurden. So hat er auch Mambo von Herbert Grönemeyer in ein A-cappella Stück für einen Chor umgewandelt.

 

Jeder der Teilnehmer kennt das Lied aus dem Radio und singt begeistert darauf los. Doch Gies weiß ganz genau, wie er sich die einzelnen Passagen gedacht hat: „Ihr müsst singen, als ob ihr total verärgert und kurz vorm Platzen seid.“ Stück für Stück arbeitet er sich voran. Trotz vieler Wiederholungen und Unterbrechungen verliert keiner der 200 Workshop-Teilnehmer die Lust: „Es macht einfach Spaß, ihm zuzusehen wie er seine Stücke lebt, das ist einfach ansteckend“ stellt eine der Teilnehmerinnen fest.

 

Als nächstes wurde sich an Engel probiert, das im Original von Rammstein ist. Es ist das komplette Gegenteil von Mambo. Fast schon mystisch und klassisch soll gesungen werden. Oliver Gies macht einen leidenden Tenor vor, der gerade Schubert vertont. Doch so leicht es bei ihm aussieht, so schwer ist es in der Praxis. Das muss auch der Alt feststellen. Der Sopran wiederum bekommt die Aufgabe körperlos zu singen. Was erstaunlicherweise gut gelingt. Die Vorstellung ein Engel zu sein, gefällt schließlich jeder.

 

Nach der Mittagspause geht es in die einzelnen Workshops. Es gibt verschiedene Kurse zur Auswahl: Beatbox, Bühnenpräsenz, Improvisation und Stimmbildung. Jan Bürger, der Countertenor der Gruppe Maybebop, leitet den Teil zur Bühnenpräsenz. Mit viel Humor und Grimassen schafft er es, die Stimmung zu lockern: „Fühlt euch wie ein farbiger Gospelchor, habt Spaß!“

 

Lukas Teske der Percussioner der Gruppe leitete den Workshop Beatboxing. Mit den richtigen Übungen schaffte es am Ende fast jeder, einfache Elemente nachzumachen. Aber wirklich gut werde man nur durch viel üben, war sein Rat.

 

Oliver Gies leitete abschließend den Improvisationsteil, der für den späteren Auftritt auf dem Römerberg wichtig war. Maybebop ist dafür bekannt, sich vom Publikum Texte und Musikrichtungen zurufen zu lassen und daraus ein Lied zu erfinden. Damit der Chor später mitsingen kann, erklärt er, wie sich die verschiedenen Musikrichtungen zusammensetzen. Doch die Harmonien alleine machen es nicht aus, auch die Haltung und die Art wie gesungen werde sind wichtig, um ein Feeling zu erzeugen. Am Ende rockten alle auf den Refrain „Ich hab Blumen im Klo, darum verstopft es so.“

 

Nachdem der Workshop-Teil abgeschlossen war, ging es auf den Römerberg, um das Gelernte vor Publikum aufzuführen. Zur Freude der Sängerinnen und Sänger kamen nach offiziellen Angaben der Polizei ca. 7000-8000 Zuschauer auf den Römerberg, für die Teilnehmer war das eine beeindruckende Kulisse.

 

Das Konzert auf dem Römerberg eröffnete der Chor mit Mambo und Engel. Danach ging es mit einem beeindruckenden Programm von Maybebop weiter. Die Improvisation mit dem gesamten Chor klappte hervorragend, obwohl keine der Musikrichtungen genannt wurde, die der Chor gelernt hatte. Denn es wurden Ska und Reggae gewünscht und z.B. „Äppelwoi“ als Thema vorgeschlagen. So entstand nebenbei ein wundervoller Abschlusshit für das Deutsche Chorfest in Frankfurt: „Es ist vorbei, bye bye, wegen Äppelwoi“. Das Ergebnis ist mittlerweile sogar auf Youtube zu finden. Schließlich als Höhepunkt und Zugabe sangen Maybebop und Chor gemeinsam Hail Holy Queen.

 

Dass es allen riesig Spaß gemacht hat, war nicht zu übersehen. Aus einer völlig fremden Gruppe war auf der Bühne eine Gemeinschaft geworden. Selbst Schwierigkeiten wie Platzmangel oder die Tatsache, dass Oliver Gies zu klein war, wurden gemeistert und das Konzert vor dem gefüllten Römerberg zum einmaligen Erlebnis. Eins ist klar: Maybebop hat jetzt 200 Anhänger mehr.

 

Ein besonderer Dank geht an dieser Stelle an das Jugendforum Chorporation der Hessischen Chorjugend. Die Jugendlichen waren maßgeblich an Planung, Organisation und Durchführung dieses Workshops beteiligt und trugen somit dazu bei, dass dieser Tag für alle Teilnehmer unvergesslich geworden ist. Vielen Dank!

 

Bericht: Felicia Siotto (Jugendforum Chorporation)

 


Sonderkonzert "Große Männerchöre aus Hessen"


Der HSB hat dem Männerchorwesen anlässlich des Chorfestes in Frankfurt, das alle Erwartungen übertraf, ein eigenes Zeichen gesetzt.

In der überfüllten St. Katharinenkirche hatten drei große Männerchöre am Samstag ihr anerkanntes Leistungsniveau zu demonstrieren. Mit dem MGV "Sängerbund" Dehrn (Michael Rinscheid), der Sängervereinigung Freigericht-Neuses (Gerd Zellmann) sowie der "Harmonie" Lindenholzhausen (Jan Schumacher) stellte die Präsentation unter dem Titel "Große Männerchöre" in der Tat eine großartige Werbung für dieses Genre dar.

Mit anspruchsvoller Literatur im herkömmlichen und modernen Stil fanden die Chöre überaus große Begeisterung. Die größte aktive Besetzung mit über 70 Choristen stellte die "Harmonie" Lindenholz-hausen, die mit stehenden Ovationen bedacht wurde.

Dem Konzert wohnten der HSB-Präsident Claus-Peter Blaschke sowie HSB-Ehrenpräsident Gerd-Jürgen Raach teil. Gerd-Jürgen Raach vertrat als Vizepräsident des Deutschen Chorverbandes bei diesem Konzert das DCV-Präsidium. sk

 

 

"Reine Männersache!" - Offenes Singen für Männerchöre auf dem Römerberg

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