Eine wunderschöne geistliche Abendmusik

 

Fidelio Eschhofen Pressebild webLimburg-Eschhofen. – Zu einer geistlichen Abendmusik hatte der MGV „Fidelio“ Eschhofen in die katholische Pfarrkirche „St. Antonius“ Eschhofen eingeladen. Ausführende waren Christian Prokasky (Trompete), Michael Troost (Orgel), das Mainzer Gutenberg-Trio, dem Michael Martini (Oboe), Laszlo Szabo (Klarinette) und Meike Woyne (Fagott) angehören, der Kirchenchor „St. Servatius“ Offheim (Leitung: Dr. Michael Jung) und der MGV „Fidelio“ Eschhofen (Leitung: Frank Sittel). Das Programm beinhaltete gregorianische Choräle, Instrumental- und Chormusiken alter, romantischer und zeitgenössischer Komponisten.

 

„Die Kirche“, so der Vorsitzende des MGV „Fidelio“ Eschhofen, Clemens Friedrich, „ist in erster Linie ein Raum der Stille, des Gebets, der Meditation und Kontemplation, der Verkündigung des Wortes Gottes und der Feier der Eucharistie vor allem durch die Kunst, die Musik.“

 

Gravität und Glanz bestimmten die „Praeludien“ und „Toccaten“ für Orgel des Kölner Komponisten Hermann Schroeder (1904−1994), von Michael Troost (Limburg) mit angemessenen Tempi und transparenten Registrierungen am königlichen Instrument wunderschön wiedergegeben.

 

Motetten und Chorsätze von Carl Loewe (1796−1869), Felix Mendelssohn Bartholdy (1809−1847), Max Reger (1873−1916) und die einiger Zeitgenossen konnten die Damen und Herren des seit einigen Jahrzehnten von Dr. Michael Jung gut geführten Kirchenchores „St. Servatius“ Offheim sehr stil- und ausdrucksvoll darstellen. Mit zwei interessanten Werken aus der Zeit des Barock überzeugten Christian Prokasky (Trompete) und Michael Troost (Orgel).

 

Großartig und mit besonderem Niveau in allen technischen und künstlerischen Belangen spielten Michael Martini (Oboe), Laszlo Szabo (Klarinette) und Meike Woyne (Fagott) „Trios“ aus mehreren Stilepochen, darunter die großartige Sonate g-Moll, BWV 1020, von Johann Sebastian Bach (1685−1750), eine „Serenade“ von Wolfgang Amadeus Mozart (1756−1791) und die selten gehörten „Cinq pieces en trio“ (I und II) von Jacques Ibert (1890−1962).

 

Mit reiner Intonation, sensibler Tongebung und guter Sprachbehandlung musizierte der MGV „Fidelio“ Eschhofen unter der Leitung von Frank Sittel gregorianische Choräle sowie anspruchsvolle Liedsätze und Motetten aus der Feder von Gregor Anonymus (14451501), Giuseppe Pitoni (1657−1743), Felix Mendelssohn Bartholdy (1809−1847), Quirin Rische (1903−1989) und Frank Sittel (*1949) in ausgesprochen musikalischer Dichte. Die vielen Besucher spendeten langanhaltenden Applaus.

 

Text und Foto: Frank Sittel