Thank you for the music

Konzert-Gala „Chorgesang trifft Musical“ begeisterte

Jugendfreund-Frauenchor feierte in ausverkaufter Volkshalle den 25. Chorgeburtstag

 

Pohlheim Jugendfreund Chorgesang trifft Musical JennyJonyChöreB webPOHLHEIM (rge), 23.10.2016 − Ein Hauch von Broadway und weiteren großen Musical-Bühnen dieser Welt wehte am Samstagabend durch den Hans-Weiß-Saal in Pohlheim. Der Gesangverein Jugendfreund Watzenborn-Steinberg hatte zum 25. Gründungsgeburtstag seines Frauenchores unter dem Titel „Chorgesang trifft Musical“ eingeladen und mehr als 700 Konzertfreunde waren der Einladung gerne gefolgt. Sie bereuten ihr Kommen an diesem Abend in keiner Sekunde. Das, was unter der musikalischen Gesamtleitung von Dirigent und Kapellmeister Jan Hoffmann geboten wurde, war allerbeste musikalische Unterhaltung und ließ für über zwei Stunden die wirkliche Welt vor der Halle vergessen.

Mit Musik aus weltbekannten populären Musicals, wie „König der Löwen“, „Miss Saigon“ und „Tanz der Vampire“ trafen sie den Geschmack des Publikums und weckten Emotionen. Gemeinsam mit Musical-Star Andrea Pagani sowie den außergewöhnlichen Jugendfreund-Stimmen von Joachim „Jony“ Ensle und seiner Tochter Jenny Liebig zeigten Frauen- und Männerchor mit instrumentaler Begleitung der Stadttheater-Band bei dieser Chorgala, dass melodiöser Gesang und Musik die Menschen bis heute fasziniert. Die Auftritte der Frauen von den „Black Pearls“ sowie das Vocal-Ensemble der „Mobi Tones“ sowie die Salsa- und Cha-Cha-Cha-Einlagen der Astairs-Tänzer Claudia Storck und Michi Göbler wurden ebenfalls mit viel Applaus bedacht. Eine schon lange Jahre nicht erlebtes ausverkauftes Volkshallen-Haus war neben stehenden Ovationen zum Finale bei dem ABBA-Titel Thank you for the music der verdiente Lohn dieses Gala-Abends für Sängerinnen und Sänger um Jugendfreund-Präsidentin Gaby Häuser.

 

Pohlheim Jugendfreund Chorgesang trifft Musical Finale webMit dem Titel Welcome, bienvenue, welcome! aus dem Musical „Cabaret“ begrüßte Andrea Pagani die Gäste. Der Schauspieler, Tänzer und Sänger mit Bariton und Tenor-Stimmlage , der sonst auf den Bühnen des Stadttheaters Gießen und in Deutschland zu erleben ist, führte mit einer wohldosierten Prise Humor durch das Programm. Er kündigte zunächst den mit 25 Jahren jungen Geburtstagschor der „Jugendfreund“-Sängerinnen an. Die hatten unter anderem mit dem Welthit der Carpenters Top of the world das Publikum eingestimmt. „Only you“ sangen die zwölf Männer des Vocal-Ensembles Mobi Tones, bevor die Watzenborn-Steinberger Sängerinnen der „Black Pearls“ aus dem Nonnen-Musical „Sister Act“ den Hit I will follow him passend ganz in Schwarz mit Choreografie intonierten. Mit dem Jugendfreund-Männerchor im Hintergrund brillierte Andrea Pagani bei Why god why aus „Miss Saigon“. Zuvor hatten die Sänger bereits Saigon du fieberst im Licht einen weitere bekannte Melodie aus der musikalischen Erzählung über das Schicksal der von US-GIs zurückgelassenen vietnamesischen Kinder angestimmt. Mit Titeln aus „Chess“ wurde der „kalte Krieg“ zwischen West und Ost − zumindest musikalisch − lebendig. Die beiden ABBA-Sänger Benny Andersson und Björn Ulvaeus hatten den damaligen historischen Kampf auf dem Schachbrett in Musical-Noten gesetzt. Auf der Volkshallen-Bühne war damit musikalisch der Frauenchor mit dem Musical-Star Pagani zu erleben. Glänzende Augen gab es bei den Zuhörern, als Solist Jony Ensle den „Ewigen Kreis“(Circle of life) als Parabel auf die Schöpfung des Lebens aus dem „König der Löwen“ mit Frauen- und Männerchor intonierte. Die Frage „Kann es wirklich Liebe sein?“ beantworteten die Sängerinnen und Sänger mit den drei Solisten des Abends gemeinsam. In dem von Hoffmann perfekt dramaturgisch besetzten Programm folgte nach der Pause Musik aus dem „Tanz der Vampire“. Gerade das Duett von Pagani mit Liebig beim Totale Finsternis zum einen und zum anderen in seinem Solo bei Wahrheit und Die unstillbare Gier war beste Unterhaltung. Dem folgte als Sahnehäubchen das grandiose Stück „Der Tanz der Vampire“ mit großem Chor. Jenny Liebig bewies dann Stimme mit ihrem Solo bei Er gehört zu mir aus „Elisabeth“. Eine Hommage an Udo Jürgens, umrahmt von roten Rosen mit Andreas Pagani am Piano, folgte. Dessen unvergessenen Schlagern, darunter der Titel Ich war noch niemals in New York aus dem gleichnamigen Musical folgte das Publikum mitsummend und mitsingend. Mitmachen war dann auch beim Grease-Titel We go together angesagt. Unter dem Publikum, darunter die Ehrengäste mit Ortsvorsteher Wilken Gräf und den beiden Pfarrern Jutta Hofmann-Weiß und Ludger Müller, hielt es nicht mehr auf den Stühlen. Es wurde geklatscht und getanzt bis zur geforderten Zugabe an diesem Abend. Einen unvergesslichen Abend voller Emotionen und Ovationen erlebten die Jugendfreund-Chöre, die drei Solisten, die beiden Gesangsgruppen Black Pearls und Mobi Tones, das Tanzpaar sowie die Stadttheater-Musiker mit den Konzertbesuchern. „Danke!“, sagte am Ende Gaby Häuser vom Jugendfreund allen Akteuren um den musikalischen Leiter Jan Hoffmann, den zahlreichen Helfern und Unterstützern vor und hinter der Bühne sowie dem Publikum dieses Gala-Abends in der „Singenden Stadt“ Pohlheim.

 

Text und Foto: Roger Schmidt