"Wir singen füreinander und miteinander"

Sängervereinigung Geislitz lud zum Konzertabend der Thomas-Löffler-Chöre in die Hailerer Jahnhalle ein

 

SV Geislitz Gemischt Finale 1Ein musikalisches Treffen der besonderen Art veranstaltete am 17. September die Sängervereinigung Geislitz. Bereits zum vierten Mal trafen sich die von Thomas Löffler geleiteten Chöre, um gemeinsam einen Konzertabend zu gestalten. Als Konzertsaal wählten die Geislitzer die Jahnhalle in Hailer, hier findet man nahezu perfekte Bedingungen für ein solches Konzert. Thomas Löffler und seine Chöre hatten ein abwechslungsreiches Programm vorbereitet, das Lieder der Volksmusik sowie sakrale Werke bis hin zu modernen Songs aus Pop und Rock vorsah.

Im Mittelpunkt standen neben den Sängern der Chorleiter Thomas Löffler. Bereits in seiner Kindheit erhielt er Musikunterricht für mehrere Blasinstrumente, bevor er im Alter von 15 Jahren dem Meerholzer Männerchor beitrat. Löffler studierte Gesang an der Musikhochschule Mainz und schloss sein Diplomkonzert mit der seltenen Note 1,0 ab. Bevor er sich 2010 entschied, hauptberuflich als Chorleiter tätig zu werden, war der Sänger als Tenor bei etlichen Festivals und Theatern engagiert. Thomas Löfflers großes Gesangstalent spiegelte sich auch bei den Auftritten seiner Chöre beim Konzertabend am 17. September deutlich wider. Die Sänger auf der Bühne meisterten die vielfältigen Lieder nahezu einwandfrei und begeisterten das Publikum sowie die befreundeten Vereine. „Dieser Abend der Löffler-Chöre steht unter dem Motto: Wir singen füreinander und wir singen miteinander", betonte der Chorleiter.

 

Der Männerchor der Geislitzer Sängervereinigung eröffnete mit 3 Volksliedern, u.a. mit Jakob Christs Frohsinn. Anschließend betrat der Frauenchor des Volkschors Niederrodenbach die Bühne. Die Damen präsentierten Gebet von Moritz Hauptmann und zwei flotte Spirituals,. Die Männer des Niederrodenbacher Vereins schlossen sich mit dem bekannten Popsong Only You der Gruppe „Flying Pickets" an. Nach dem Volkslied Kein schöner Land von Michael Schmoll kam der Männerchor der Sängervereinigung Geislitz auf der Bühne dazu. Gemeinsam sangen die beiden Chöre das Heimatlied von Max Orrel, bevor schließlich auch die Männer der Tonblüte aus Albstadt auf der Bühne erschienen. Als großer Chor sangen die drei Gruppen zusammen My Lord, what a mornin‘ von R. Lee Gilliam. Die Gemeinschaftsauftritte waren nicht geprobt, klangen jedoch einwandfrei und begeisterten das Publikum im Saal. Der Gemischte Chor aus Niederrodenbach begann seinen Auftritt mit dem bekannten Lied Muss i denn von Horst Heinrich Braun. Anschließend verließen die Sänger die Bühne und verteilen sich für die Darbietung des Lieds Senzenina im Saal. Das musikalische Werk, ein südafrikanisches Volkslied, wurde während der Apartheid geschrieben. Es beschäftigt sich mit den Leiden, die das afrikanische Volk während jener Zeit ertragen musste. Solistin Ellen Betz untermalte die emotionale Stimmung des Vortrags mit ihrer klaren Stimme. Dass die Löffler-Chöre auch moderne Popsongs darzubieten haben, demonstrierte nach der Pause der gemischte Chor „Cantate!" aus Geislitz. Neben dem So soll es bleiben der Musikgruppe Ich&Ich und Tage wie diese von den Toten Hosen fanden auch die Beach Boys mit Barbara Ann einen Platz im Programm.

 

Auch der Männerchor der Tonblüte Albstadt machte seinem Namen alle Ehre. Nach Ubi Caritas von Alwin M. Schronen und Gürtel und Tüchlein stellte das schottische Volkslied Loch Lomond den Höhepunkt in ihrem Programm dar, welches die Zuhörer von der Landschaft des Landes im Norden Großbritanniens träumen ließ. Nach zwei weiteren gemeinsamen Liedern mit den Herren aus Geislitz und Niederrodenbach bot der gemischte Chor der Cäcilia Höchst sein Können dar. Thomas Löffler hatte dessen Leitung erst im vergangenen April übernommen. Dennoch präsentierten die Höchster Sänger/-innen ein amüsantes Programm, das sich mit dem Thema "Rendevouz" auseinandersetzte. Nach dem Titel Das Rendevouz von Oliver Gies, Es waren zwei Königskinder von Fred Schecher und Heut kommt der Hans durfte auch Herbert Grönemeyers Mambo nicht fehlen.

 

Beim großen Finale versammelten sich die gemischten Chöre des Abends (Bild) noch einmal auf der Bühne und sangen Hab meine Wage vollgelade von Heinz Lemmermann. Unter tosendem Applaus bedanken sich die Chöre bei Thomas Löffler für seine langjährige und herausragende Arbeit und freuen sich bereits auf das nächste Treffen, welches am 28. Oktober 2017 in Gelnhausen-Höchst stattfindet.

 

Text: Thomas Löffler

Foto: Frank Wagner