Women & Voices in Südafrika

 

KonzertWaterfront bearbeitet 1Zwei Jahre hat es gedauert, bis die Idee Wirklichkeit wurde. Am 29. April 2017 sind 19 Frauen vom Frauenchor Women & Voices aus Babenhausen zusammen mit ihrem Chorleiter Rodrigo Affonso nach Kapstadt geflogen. Nach einem reibungslosen Flug sind wir von Reiseleiterin Marion in Empfang genommen worden, die uns während unserer ganzen Reise begleitet hat.

Nach einem Spaziergang an das nahe Meer und einem gemeinsamen Abendessen im Hotelrestaurant fielen alle erschöpft in ihre Betten.

 

Am nächsten Tag stand eine Stadtrundfahrt auf dem Programm. Unsere kompetente Reiseleitung berichtete uns viele interessante Dinge und trotz Nieselregen genossen wir das erste Erkunden Kapstadts. Den Nachmittag verbrachten wir an der Victoria & Albert Waterfront und als das Wetter besser wurde, fuhren wir spontan noch mit der Seilbahn auf den Tafelberg. Wow, was für ein Ausblick.

Nun folgte der erste Konzerttag. Wir fuhren mit dem Bus in eines der ärmsten Townships Kapstadts, Philippi. Dort besuchten wir das Projekt iThembe Labantu, welches vom deutschen Pfarrer Kohlstock geführt wird. Wir waren sehr beeindruckt von der großartigen Arbeit, die dort geleistet wird, um wenigstens einem kleinen Teil der dort lebenden Menschen Hoffnung zu geben.

Durch medizinische Versorgung und verschiedene Schul- und Ausbildungsangebote haben die Menschen die Möglichkeit, aus dem Teufelskreis von Kriminalität, Armut und Krankheit zu entfliehen. Nach einer Führungen durch die unterschiedlichen Bereiche gaben wir unser erstes Konzert für alle anwesenden Kinder und ihre Betreuer. Ein sehr emotionaler Moment, welchem weitere folgen sollten.

 

Am nächsten Tag ging es bei strahlendem Sonnenschein an der schönen Küste entlang an das Kap der guten Hoffnung. Wir bewunderten die tosende Brandung und genossen die herrliche Landschaft, während uns der starke Wind um die Ohren wehte.

Nach einem Besuch der Pinguinkolonie in Simons Town hatten wir noch etwas Freizeit im botanische Garten von Kirstenbosch, bevor unser nächstes Konzert anstand.

Dieses mal inmitten der Waterfront, Anlaufpunkt vieler Touristen, im Amphitheater. Eine ganz neue Erfahrung für uns, Open air mit Möwengeschrei…aber Spaß gemacht hat es.

 

iThembaL bearbeitet 1Am Donnerstag Morgen konnten wir nochmal ausruhen, bevor wir nach Johannisheim, ein Altersheim für überwiegend deutschsprachige Bewohner, fuhren. Wir waren gerührt über die Herzlichkeit und Freude, die man uns entgegenbrachte. Alle Bewohner freuten sich über unser Konzert im wohnzimmerähnlichen Konzertsaal und wir uns natürlich auch. Der Abschied fiel uns nicht leicht, doch unser letztes großes Konzert stand noch aus.

Es ging in die Innenstadt, wo wir in der St. Martini Kirche der dt. evangelisch-lutherischen Gemeinde Kapstadts singen durften. Eine sehr schöne Kirche mit toller Akustik. Auch wenn wir uns mehr Zuhörer gewünscht hätten, gaben wir unser bestes und genossen den schönen Klang. Über das Lob des Publikums freuten wir uns sehr.

 

Am letzten Tag unseres Kapstadt-Aufenthaltes stand eine Tagesfahrt ins nahe Weinland auf den Programm, natürlich mit Weinproben und leckerem Essen. Ein wunderbarer Abschluss, den wir uns verdient hatten.

Samstag mussten wir uns von 4 Sängerinnen und unserem Dirigenten verabschieden, die aus persönlichen Gründen nicht länger bleiben konnten. Die restlichen 15 Frauen brachen früh zu ihrer Verlängerungswoche auf, die über die kleine Karoo an die Gardenroute und bis nach Port Elizabeth führte.

Hier konnten wir noch weitere Facetten der Regenbogennation Südafrika kennen lernen.

Die Halbwüste mit Straußen und Tropfsteinhöhle, herrliche Pässe, lange Strände, Küstenregenwald, nette Orte mit schönen Restaurants und nicht zuletzt die beeindruckende Tierwelt. Jeden Tag gab es neues zu entdecken.

Der gelungene Abschluss unserer Reise war ein Besuch im Township Walmer bei Port Elizabeth.

Hier gibt es das Projekt Masifunde, welches den Schwerpunkt hat, möglichst vielen Jugendlichen zum Schulabschluss zu verhelfen. Wir durften den Masifunde-Jugendchor treffen, mit ihnen singen und tanzen und wurden anschließend von ihnen durch ihr Township geführt. Ein weiterer emotionaler Höhepunkt unserer Reise.

 

Dann hieß es Abschied nehmen. Wir sind wohlbehalten zu Hause angekommen und werden sicher noch lange von den vielen unterschiedlichen Eindrücken zehren.

 

Text und Fotos: Susi Sauerwein