Immer wieder Zwischenapplaus

Der Opernchor der Opernakademie Bad Orb brillierte mit vielfältigen Aufgaben

 

23 2 Opernakademie Bad Orb IGP9935 c Eichhorn webAn den Aufführungen der Operette „Die lustige Witwe“ (Franz Lehár) im Rahmen der Sommerproduktion der Opernakademie Bad Orb hatte der Opernchor maßgeblichen Anteil. Das weltberühmte Werk gab es vom 9. bis zum 13. August 2017 in der Bad Orber Konzerthalle in einer fantasievollen Inszenierung unter der Leitung von Michael Millard (musikalische Leitung) und Erik Biegel (Regie, Bühne, Kostüme), unterstützt von einem 45-köpfigen Orchester Musikern aus vielen Nationen.

 

Es ist ein Stück über den ewigen Geschlechterkampf zwischen Mann und Frau, über verpasste Chancen und verletzte Eitelkeiten und darüber, dass man sich im Leben immer zweimal begegnet. „Die lustige Witwe“ verdankt ihre überaus große Popularität nicht zuletzt der Fülle von Hits, der Frankfurter Korrektur der wie ‚Da geh’ ich ins Maxim‘, ‚Lippen schweigen‘, ‚Dummer Reitersmann‘, dem ‚Vilja-Lied‘ und vielen mehr.

 

Regisseur Erik Biegel ließ seine Inszenierung in den 1950er Jahren spielen, denn es gibt einige Parallelen zu der Zeit um die Jahrhundertwende, als die lustige Witwe geschrieben wurde. In allen drei Akten hatten die 40 Chorsängerinnen und Chorsänger vielfältige Aufgaben nicht nur gesanglich, sondern auch schauspielerisch zu meistern. Sie erhielten zusätzlich von der Frankfurter Choreografin Felicitas Hadzik Tanzunterricht, denn auch tänzerisch (Walzer, Letkiss) brillierte der Chor auf der Bühne. Unter der Leitung des Chorleiters Wolfgang Runkel (Gelnhausen) probte der Chor seit Mai 2017 jeden Mittwoch und wurde von diesem hervorragend auf den Bühnenauftritt vorbereitet.

 

Aufgrund ihrer hervorragenden Stimmen wurden einzelne Chormitglieder durch den Regisseur für kleine Nebenrollen ausgewählt. So übernahm zum Beispiel Diana Christ die Rolle der Luise (Dienstmädchen bei Frau Glawari). Auch die Rollen des Pritschnitsch und seiner Frau Praskowia, des Kromow und seiner Frau Olga sowie Bogdanowitsch und seiner Frau Sylviane wurden durch Chorsänger – und Chorsängerinnen besetzt.

 

Großen Zwischenapplaus erhielten die Chorsänger, die gemeinsam mit den Solisten den „Männermarsch“ („Ja das Studium der Weiber ist schwer“) brillant auf der Bühne präsentierten.

 

Das Gegenstück - der „Weibermarsch“ - wurde vortrefflich von den Chorsängerinnen dargeboten, die die Männer in ihre Schranken wiesen.

 

Nicht nur die Solisten, sondern auch der Opernchor erhielt immer wieder Zwischenapplaus während der drei Aufführungen.

 

Im August des nächsten Jahres steht „Der Freischütz“ (Carl Maria von Weber) auf dem Programm.

Der Zeit, Lust und Laune hat, im Opernchor mit zu singen, melde sich bitte bei Traudel Schubert, info@finestones.de oder 06053/1212. Die Proben für den „Freischütz“ beginnen voraussichtlich im Mai 2018.

Weitere Informationen unter www.opernakademie.com.

 

Foto: Eichhorn